Der nächste Gegner: Hannover 96 U23

Die nächste Begegnung und damit die Chance auf Wiedergutmachung für den TSV lässt nicht lange auf sich warten. Nachdem die Havelser Jungs am vergangenen Sonntag, nach der bisher schlechtesten Saisonleistung, verdient mit 0:4 gegen die U23 vom FC St. Pauli verloren hatten, geht es bereits am Freitag, den 20.10. gegen die U23 von Hannover 96.

Vielleicht gelingt es dank der kurzen Woche das letzte Spiel schnell aus dem Kopf zu bekommen und den Fokus auf den kommenden Gegner zu legen, um Punkte gutzumachen. Das liegt keinesfalls im Bereich des Unmöglichen, denn die U23 der „Roten“ belegt den 11. Tabellenplatz und blickt auf einen durchwachsenen Saisonstart zurück. 96 holte aus den ersten Spielen 14 Punkte und brachte den Ball nur zwölf Mal im gegnerischen Kasten unter, lediglich die beiden Kellerkinder VfV Hildesheim und BSV Rehden waren weniger effizient. So teilen sich Mike Steven Bähre und Tom Baller den Titel des „Toptorjägers“ mit jeweils zwei Treffern. Dagegen steht aber, nach Gegentoren, die zweitstärkste Defensivabteilung der Liga. Für die Offensivabteilung des TSV, die in den letzten beiden Spielen ohne Erfolg blieb, steht also keine leichte Aufgabe vor der Tür. Die Havelser Jungs sollten aber auf andere Fakten ihr Augenmerk legen: zum einen holte die U23 von 96 aus fünf Heimspielen nur drei Zähler, also eine vermeintliche Schwäche. Aber interessanter ist, dass der TSV mit einem Sieg an den 96ern vorbeiziehen könnte und so wieder Selbstvertrauen tanken könnte. U23-Mannschaften haben oft den Luxus eines sehr breit aufgestellten Kaders, da immer wieder Spieler der ersten Mannschaft Spielpraxis sammeln sollen. Aber auch Akteure der zweiten Mannschaft dürfen immer mal wieder höherklassige Luft schnuppern. So auch bei der U23 von Hannover: mit Samuel-Sahin Radlinger hat man einen Erfahrenen Profi in seinen Reihen, der in der vergangenen Spielzeit für die erste Mannschaft sowohl in der 2. Bundesliga, als auch im DFB-Pokal, den Kasten sauber hielt. Auch die beiden Abwehrspieler Fynn Arkenberg und Timo Hübers kamen schon in der ersten Mannschaft zum Einsatz, wobei Hübers Anfang letzter Saison eine schwere Knieverletzung weit zurückwarf. Im Sturm kam Charlison Benschop bereits mehrmals zum Einsatz, zuletzt gegen die U21 des HSV. Der Niederländer konnte sowohl in der 1. und 2. Bundesliga, als auch im Ausland Erfahrung sammeln und ist in der Lage jeden Kader zu bereichern.

Die Benbennek-Elf wird sich allerdings keineswegs verstecken und ist heiß darauf die letzte Vorstellung vergessen zu machen! In der kurzen Woche blieb nicht viel Zeit, um sich groß mit der Niederlage zu beschäftigen, da direkt die Vorbereitung auf den nächsten Gegner angegangen werden musste.

Das Sorgenkind ist weiterhin die Defensive. Die TSV-Keeper musste bereits 27-mal hinter sich greifen, lediglich der Tabellenletzte Eutin bekam mehr Gegentore. Für das kommende Match muss Benbennek auch noch auf Verteidiger Noah Plume verzichten, der eine Gelb-Sperre absitzt. Die Aufgabe wird also nicht einfacher, aber „die Mannschaft ist weiterhin fest von sich überzeugt und wird eine Reaktion zeigen!“, zeigt sich der verletzte Jonas Sonnenberg optimistisch.