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Stressbewältigung, Ausgeglichenheit und Glück durch Achtsamkeitstraining

Augen auf, Monitor aus! Schärfen Sie für einen Augenblick Ihre Sinne! Essen Sie gerade nebenbei Ihr Frühstück vor dem Computer? Dann konzentrieren Sie sich ausschließlich auf den Bissen, der sich gerade in Ihrem Mund befindet – die Konsistenz, den Geschmack. Spüren Sie die Wärme des Kaffees mit dem Sie den Bissen runterspülen. Wo wandert sie hin, nachdem sie durch Ihren Hals geflossen ist? Nehmen Sie den Duft des frischen Getränkes wahr, der Ihnen in die Nase steigt, die satte Farbe und seine belebende Würze. Oder sitzen Sie möglicherweise gerade in der Bahn und blicken auf das Smartphone? Reißen Sie sich los! Schauen Sie die Menschen an, die Ihnen gegenüber sitzen. Spüren Sie wie sich Ihr Gefährt durch die Kurve schlängelt. Nehmen Sie den Wind wahr, der durch das offene Fenster herein weht, die Düfte der Jahreszeit oder das Deo Ihres Sitznachbarn. Lauschen Sie den Geräuschen des Motors, den Unterhaltungen der anderen Fahrgäste. Tun Sie all dies ganz neutral und ohne Wertung! Seien Sie einen Moment lang achtsam! Wie hat sich die Achtsamkeit angefühlt? Wie ging es Ihnen vorher, wie fühlen Sie sich jetzt?

Was Normalzustand sein sollte, müssen die meisten Menschen erst trainieren. Statt den Moment zu sehen, hängen sie mit ihren Gedanken beim Meeting am nächsten Tag, dem Streit mit der Ehefrau in der letzten Nacht oder dem Urlaub in zwei Wochen. Achtsam zu sein, hilft dabei dem Stress des Alltags Lebewohl zu sagen und die Welt entspannt, zufrieden und bewusst wahrzunehmen. Achtsamkeit schafft Abstand. Man ist nicht mehr mitten drin im Schlamassel, sondern kann ihn ganz in Ruhe und sachlich von außen betrachten. Das hilft besonders in Stresszeiten oder Konfliktsituationen. Eingefahrene Verhaltensmuster können so erkannt und verändert werden. Das geht natürlich nicht von heute auf morgen.

Im Hier und Jetzt bleiben

Wer achtsamer durch das Leben gehen möchte, beginnt am besten mit einem Kurs. Am häufigsten findet man Workshops und Lehrgänge zum MBSR-Programm (engl.: Mindfulness based stress reduction). Diese „Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion“ ist eines der bekanntesten Anti-Stress-Programme und wurde in den 1970er Jahren von Dr. Jon Kabat-Zinn in den USA entwickelt. Das Training wird in der Regel unterteilt in formale und informelle Übungen. Letztere haben Sie oben in Kurzform kennengelernt. Informelle Übungen helfen dabei Achtsamkeit nach und nach in alle gewöhnlichen Situationen und Tätigkeiten des Alltags zu integrieren. Formale Übungen sind bspw. spezielle Meditationen wie die Gehmeditation, der Bodyscan oder auch Achtsamkeits-Yoga. Ein Theorieteil der Ansätze aus Psychologie und Stressforschung umfasst, ergänzt das Programm.

Hat man einen solchen Kurs absolviert, heißt es das Gelernte auch anzuwenden und zwar so oft wie nur möglich. Achtsamkeit soll in Fleisch und Blut übergehen, zur gewohnten Normalität im täglichen Leben werden.

Achtsamkeit als Therapie

Neben der Stressreduktion und der Gelassenheit, die mit mehr Achtsamkeit einhergehen, gibt es auch achtsamkeitsbasierte Verfahren und Therapien, die medizinische Wirksamkeit haben. Das wurde in zahlreichen Studien nachgewiesen. Sogar Schmerzen, Süchten und Angst soll es damit an den Kragen gehen.

Menschen, die wiederholt an Depressionen leiden, können von MBCT – einer achtsamkeitsbasierten kognitiven Therapie – profitieren. MBCT ist eine spezifische Anwendung von MBSR. Sie hilft Patienten dabei depressive Rückfälle zu vermeiden. MBCT kombiniert die Kernelemente aus dem MBSR-Programm mit Techniken der kognitiven Verhaltenstherapie. Ziel ist es depressionsfördernde Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen rechtzeitig zu erkennen, so dass die Betroffenen bewusst Gegenmaßnahmen ergreifen können. Im April 2015 ergab eine große Studie im Medizinmagazin "Lancet", dass MBCT eine echte Alternative zu Medikamenten ist, da die Therapie ähnlich gut vor Rückfällen nach einer Depression schützt.

Bleibt zu sagen: In Zeiten von WhatsApp und Facebook profitieren nicht nur Sie selbst, wenn Sie Ihrem Leben mehr Achtsamkeit schenken, sondern auch die Menschen in Ihrem Umfeld. Also – seien Sie achtsam! Die atlas BKK ahlmann unterstützt Sie gerne bei diesem Vorhaben. Sie können pro Jahr an zwei Kursen aus den Handlungsfeldern Bewegung, Ernährung und Stressreduktion teilnehmen. Bei erfolgreicher Teilnahme erstatten wir Ihnen die Kurskosten zu 100 Prozent bis zu einem Maximalbetrag von 150 Euro pro Kurs.

 

Sie haben Fragen zum Angebot der atlas BKK ahlmann?
Sprechen Sie Ihren Ansprechpartner Herrn Marvin Mielke (marvin.mielke<at>abkka.de,
0511/6421096-3) an!

Weitere Tipps zum Thema Achtsamkeit finden Sie auf den folgenden Internetseiten:

http://www.mbsr-verband.de/

https://dfme-achtsamkeit.de/