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Faule Eier im Nest! Wie viele (Oster-)Eier darf ich essen?

Die Osterfeiertage sind in diesem Jahr schon Ende März. Kurz nach Weihnachten hat die Lebensmittelindustrie die Weihnachtsmänner gegen die Osterhasen getauscht. Neben den ganzen süßen Oster-Leckereien erhöht sich der Eierkonsum am Osterwochenende extrem.

Für heiße Diskussionen sorgt dann mal wieder das beliebte bunte Osterei.  Bei kaum einem anderen Nahrungsmittel wie beim Ei hält sich der Mythos über „gesund oder ungesund“ so hartnäckig. Schuld an dieser Misere ist das vermeintlich böse Cholesterin!

Pro Jahr verzehrt im Durchschnitt jeder Bundesbürger 235 Eier (laut www.statista.com für 2016). Bis vor kurzem galt die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) noch Eier in Maßen zu konsumieren. Ein bis zwei Eier pro Woche war die Empfehlung. Seit Mitte 2017 tauchen Eier nicht mehr in den 10 Geboten der DGE auf. 

Bevor wir uns um das Cholesterin kümmern, kommen hier noch ein paar Fakten zum Ei.

Haltbarkeit

Bis zum 18. Tag dürfen Eier ungekühlt gelagert werden. anschließend sind Eier bis zum 21. Tag bei kühler Lagerung, noch bedenkenlos zu verwenden. Es gibt kaum Veränderungen in Geschmack und Qualität. Von „alten Eiern“ sprechen wir, wenn das Ei den 28. Tag überschritten hat. Verkauft werden dürfen Eier nur bis zum 22. Tag. Bis zum 7. Tag darf das Ei nur „extrafrisch“ genannt werden.

Produkt

Bei Raumtemperatur

Im Kühlschrank

Im Gefrierfach

Rohes, frisches Ei in Schale

18 bis 20 Tage

4 bis 6 Wochen

Nicht empfohlen

Rohes Eigelb

Weniger als 2 Stunden

2 bis 4 Tage

Circa 1 Jahr

Rohes Eiweiß

Weniger als 2 Stunden

2 bis 4 Tage

Circa 1 Jahr

Hartgekochtes Ei

1 Woche

2 bis 4 Wochen

Nicht empfohlen

Selbstgemachte Mayonnaise oder Aioli

Wenige Stunden

3 bis 4 Tage

Nicht empfohlen

Kuchen oder Quiches

circa 1 Tag

3 bis 4 Tage

1 bis 2 Monate nach dem Backen

Quelle: www.eatsmarter.de

 

 Größe und Gewicht

Größe S

Gewicht unter 53 g

Größe M

Gewicht 53 – 63 g

Größe L

Gewicht 63 – 73 g

Größe XL

Gewicht mehr als 73 g

Nummerierung

0 = Ökologische Erzeugung

1 = Freilandhaltung

2 = Bodenhaltung

4 = Käfighaltung

 Farbe und Nährstoffe

Die Farbe der Eier hat nichts mit Geschmack oder den Inhaltsstoffen zu tun. Braune Eier sind keine Vollkornversion. Viel mehr gibt die Hühnerrasse die Farbe der Schale vor. Das bedeutet, dass die Farbe des Ei´s keinen Einfluss auf den Nährstoffgehalt oder die Qualität des Ei´s hat. Egal ob Braun oder weiß – beides ist Gleich!

Superfood Ei

Eier sind wahrlich Superfood-Helden. Vergleichbar mit Multivitamintabletten. Sie sind reich an essentiellen Nährstoffen und bioaktiven Substanzen: Protein mit allen essentiellen Aminosäuren, Kalzium, Phosphor, Magnesium, Kalium, Natrium, Eisen, Kupfer, Zink, Mangan, Jod, Fluor, alle B-Vitamine, Vitamin A, E, K, Betacarotin, ungesättigte Fettsäuren & Cholesterin, Zeaxanthin, Cholin, Schwefel, Cystein, Cystin, Methionin und Vitamin D3.

Cholesterin – gut oder schlecht?

Jahrzehnte lang galten Eier als Hauptverantwortliche für erhöhte Cholesterinwerte. Nach wie vor ist ein erhöhter Cholesterinspiegel ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (HKE).

Was ist Cholesterin?

Cholesterin gehört zu der Gruppe der Nahrungsfette. Cholesterin wird sowohl mit der Nahrung aufgenommen, als auch im Körper vor allem in der Leber gebildet. Es ist ein wichtiger Bestandteil der Zellmembranen. Cholesterin stellt aber auch die Vorstufe der Gallensäuren und Steroidhormone dar. Dazu zählen die Geschlechtshormone Androgene und Östrogene und die Hormone der Nebennierenrinde, vor allem Cortisol und Aldosteron. 
Cholesterin wird sowohl über die Nahrung aufgenommen, als auch vom Körper selbst produziert.

Bei ausreichender Sonneneinstrahlung ist der Körper in der Lage, aus Cholesterin die Vorstufe für Vitamin D zu bilden. Im Blut wird Cholesterin wegen seiner schlechten Wasserlöslichkeit an Eiweiß gebunden und erst dann transportiert. Dieses Transport-Cholesterin heißt HDL ("gutes" Cholesterin) beziehungsweise LDL ("böses" Cholesterin). Cholesterin kommt auch zu einem geringeren Teil als freies Cholesterin im Blut vor. Steigt die Menge an Cholesterin im Blut, kann es zu Fettablagerungen in der Gefäßwand kommen.

Sind aber nun die Eier an den Herz-Kreislauf-Erkrankungen schuld?

Es gibt eine Vielzahl an wissenschaftlichen Untersuchungen, welche zeigen konnten, dass die Eieresser besser mit Nährstoffen versorgt waren und dessen Cholesterinspiegel im Schnitt sogar niedriger war, als von Menschen, die keine oder wenige Eier gegessen haben.
Nahrungscholesterin steht in keinem bzw. in einem sehr geringen Zusammenhang mit dem Cholesterin aus dem Blut. Es gab Experimente, bei denen pro Tag 20 bis 30 Eier verzehrt wurden. Das Ganze insgesamt für 30 Tage. Fazit dieser Tests, der Cholesterinspiegel und die Blutfettwerte haben sich eher zum Positiven als zum Negativen verändert.

Eier helfen beim Abnehmen!

Wer morgens sein Müsli durch Eier (Spiegeleier, Rührei, Omelette oder hartgekochte Eier) ersetzt, profitiert von der Reduzierung des Hormons Ghrelin (Hungerhormon). Darüber hinaus bleibt der Insulinspiegel auf einem normalen Niveau. Eier sind im Vergleich zu Weißmehlprodukten wesentlich sättigender, auch noch 3 Stunden nach dem Konsum.
Die Gesamtkalorienaufnahme am Tag fällt dadurch geringer aus.

Der klare Vorteil von Eiern ist ein niederer Insulinindex, der niedere Gehalt an Kohlenhydrate (keinerlei Zucker) und die hohe Dichte an allen essentiellen Nährstoffen, die ein Mensch benötigt.

Wenn Sie Eier verzehren, dann achten Sie auf die Frische, die Art der Haltung und die Lagerung. Dieser Artikel soll nicht zu einem extremen Eierkonsum aufrufen, sondern die Angst vor dem Cholesterin nehmen. Eier sind Superfood! Sie sind schnell verfügbar und pro Nährstoff sehr preiswert. Wer aus ethischen Gründen auf einen Eierkonsum verzichtet, sollte seinen Proteinbedarf über pflanzliche Quellen decken.

Genießen Sie die Ostertage, egal ob Sie ein, zwei oder fünf Ostereier verzehren.

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