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»Der gesunde Darm ist die Wurzel aller Gesundheit«

 

Die Corona-Pandemie beherrscht seit Wochen die Medien. Es ist auch wichtig, über dieses Thema zu informieren und die Bevölkerung aufzuklären. Dies können Sie am besten über die Webseiten des Robert-Koch-Institutes, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung oder Ihrer Krankenkasse (entsprechende Weblinks finden Sie unten) tun. Wir möchten unseren Gesundheitsblog aber weiter­hin auch für andere relevante Gesundheitsthemen nutzen.

 

In unserem aktuellen Gesundheitsblog durchleuchten wir das wichtige Thema: Das Wunderwerk Darm.

 

Über eigene Darmprobleme spricht keiner gerne. Es ist und bleibt ein Tabuthema. Dabei ist der Darm ein so wertvolles Organ für unsere Gesundheit. Der Magen- und Darmtrakt ist ein ausgeklügeltes System. Die Hauptaufgabe der Verdauungsorgane ist die Nahrungsaufnahme und Nahrungsver­arbeitung. Die Nährstoffe werden aus dem Nahrungsbrei aufgenommen und an den Körper abgege­ben. Zum Verdauungssystem gehören die Mundhöhle, die Speiseröhre, der Magen, der Dünndarm, der Dickdarm und der Enddarm. Alle Teile haben unterschiedliche Aufgaben für unseren Körper und somit für unsere Gesundheit.

 

Den Fokus legen wir heute auf die Darmgesundheit.

 

Wussten Sie, dass der Darm unser größtes Organ ist? Gegenüber der Haut, die auch schon eine Fläche von gut zwei Quadratmetern einnimmt, ist der Darm mit einer Fläche von 200 bis 400 Quadratmeter so groß wie ein halbes Fußballfeld. Zusammengerollt ist der Darm knapp 10 Meter lang. Die Natur hat sich bei dieser Dimension schon etwas gedacht. Der Darm muss so groß sein, um seine Funktio­nen einwandfrei ausführen zu können.

 

Nährstoffaufnahme

 

Nachdem der Nahrungsbrei bereits auf dem Weg zum Darm vorbereitet wurde (zerkaut, mit Speichel angereichert, vom Magen teilweise zersetzt), werden dem Brei alle wichtigen Nährstoffe entzogen und dem Organismus über spezielle Verfahren zugeführt.

 

Giftstoffabgabe

 

Der Darm ist eines unserer wichtigsten Entgiftungsorgane. Abbauprodukte der Leber werden hier an den Stuhl abgegeben und später ausgeschieden. Bei Darmproblemen ist auch die Entgiftung des Körpers gehemmt.

 

Gute Laune durch Hormone

 

Die Wissenschaft hat vor einigen Jahren herausgefunden, dass der Darm durch gesunde Darmbak­terien hormonähnliche Substanzen produziert und somit die Vorstufe zu Glückshormonen darstellt. Bestimmte Enzyme und Botenstoffe werden im Darm gebildet, die die Serotoninproduktion ankur­beln (Neurotransmitter, die Körper und Geist benötigen, um sich wohlzufühlen).

 

Immunüberwachung

 

Das Immunsystem sitzt zum Großteil im Darm. Für ungefähr 70 Prozent unserer Immunabwehr ist eine gesunde Darmflora verantwortlich. Wenn hier Probleme vorliegen oder Infekte/Entzündungen an der Tagesordnung sind, kann es schnell kritisch werden.

 

Mikrobiom

 

Das Mikrobiom, die Darmflora, ist vergleichbar mit einem eigenständigen Ökosystem. Etliche Darm­bakterien sind dafür verantwortlich, Nährstoffe zu verarbeiten, in den Organismus abzugeben und Stoffe wieder auszuscheiden. Viele Stoffe helfen dem Körper, einige können der Gesundheit schaden. Circa 100 Billionen Bakterien besiedeln den Darm. Im Idealfall sind es knapp 2.000 verschiedene Bak­terienstämme. Alle profitieren voneinander und sind für einen reibungslosen Ablauf der Verdauung verantwortlich. Die gesundheitlichen Effekte stellen eine echte Symbiose dar. Wenn allerdings durch verschiedene Einflüsse das Ökosystem aus dem Gleichgewicht gerät, kann die Darmflora nicht mehr die gewünschte Leistung erbringen.

 

Was hilft dem Darm und dessen Bewohnern, und was schadet der Darmflora eher?

 

Von einer Dysbiose spricht man, wenn die Darmflora gestört ist. Die Folgen einer Störung können sehr vielfältig sein. Genauso komplex und vielfältig wie die Aufgaben der Darmflora, können auch die Störungen und Probleme sein.

 

Folgende Beschwerden lassen sich auf einen Zusammenhang mit einer gestörten Darmflora zurück­führen:

 

- Verstopfung

 

- Durchfall

 

- Verdauungsprobleme

 

- Blähungen

 

- Darmkrämpfe

 

- Reizdarm

 

- Nahrungsmittelunverträglichkeiten

 

- Erkrankungen des Immunsystems

 

- Allergien

 

- Autoimmun-Erkrankungen

 

- Hauterkrankungen/Neurodermitis

 

- Kopfschmerzen

 

- Psychische Probleme

 

Schlimmstenfalls kann es auch zu Darmkrebs kommen (Hinweis siehe unten)!

 

Neben der Darmflora ist die Darmwand ein weiterer wichtiger Teil des Sicherheitsdienstes unseres Immunsystems. Der (Darm-)Türsteher lässt gute und wichtige Nährstoffe passieren und sorgt dafür, dass ungebetene Gäste nicht in die Blutbahnen gelangen. Schaden wir dieser natürlichen Barriere, kann es zum sogenannten Leaky-Gut-Syndrom kommen, also eine löchrige Darmwand. Das führt dazu, dass zu viele »Giftstoffe« und andere Fremdkörper unseres Organismus in den Stoffwechsel

 

gelangen.

 

 

 

Was schädigt die Darmflora?

 

- Einseitige und unausgewogene Ernährung (nährstoffarme einseitige Diäten)

 

- Fehlende Ballaststoffe in der Ernährung

 

- Zu viel Zucker

 

- Zu viele leichtverdauliche Kohlenhydrate

 

- Zu viele tierische Proteine- Schlechtes Kauen

 

- Dauerstress

 

- Zu wenig Bewegung

 

- Zu wenig Flüssigkeit

 

- Medikamente (zum Beispiel Antibiotika)

 

- Erkrankungen vom Magen/Dünndarm oder sonstigen Mitspielern im Verdauungstrakt

 

Eine Stuhlprobe kann Aufschluss über die Gesundheit des Darms geben. Testen können Sie dies über Ihren Hausarzt.

 

Wichtig ist es, die negativen Einflussfaktoren über Ihren persönlichen Lebensstil einzuschränken und ins Positive umzulenken. Ihren Darm können Sie aber auch bei der Aktivität und dem Aufbau einer gesunden Darmflora unterstützen.

 

1. Gesunde Ernährung

 

Ganz oben im Ranking steht die Ernährungsweise. Mit den richtigen Lebensmitteln können wir unseren Darm unterstützen und ein gesundes Milieu im Darm aufbauen. Die Basis sollte frisches Gemüse bilden. Gemüse enthält Probiotika, Fasern oder auch Ballaststoffe. Dies dient der Ernährung der guten Darmbakterien. Die Ballast- und sekundären Pflanzenstoffe können nicht direkt vom Körper verarbeitet werden, werden aber teilweise zu gesundheitsfördernden, kurzen Fettsäuren verstoffwechselt.

 

2. Zuckerkonsum einschränken

 

In den westlichen Industriestaaten hat sich der Zuckerkonsum in den letzten Jahrzehnten verdreifacht. Die Langzeitfolgen bekommen wir nun zu spüren. Neben Fettleibigkeit, Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen sind Magen-Darm-Probleme zu einem Volksleiden geworden. Nur wird darüber nicht gerne gesprochen.

 

Negativen Einfluss auf die Darmbakterien können zu viel leichtverdauliche Kohlenhydrate haben. Damit sind vor allem die heutzutage sehr stark industriell verarbeitenden Kohlenhydrate gemeint (alle Backwaren, Fertigpizzen, Kekse etc.) Natürliche Kohlenhydratquellen

 

können dagegen die Darmflora unterstützen (Süßkartoffeln, Rote Beete, Wurzelgemüse,

 

Beeren etc.). In diesen Lebensmitteln stecken viele Nährstoffe.

 

3. Genussmittel

 

Dunkle Schokolade mit einen hohen Kakaoanteil sowie ein hochwertiger pestizitfreier

 

Kaffee können das Gleichgewicht der Darmbakterien verbessern. Verantwortlich sind die

 

Polyphenole. Wichtig ist der maßvolle Umgang damit - die Menge macht das Gift.

 

 

 

4. Hochwertige Fette und Öle

 

Omega 3 Fettsäuren wirken entzündungshemmend. Sie sollten bevorzugt Fette und Öle

 

einsetzen, die eine gute Quelle dieser Fettsäuren bilden: Natives Olivenöl, Leinöl, Kokosöl aus biologischem Anbau, Fischöl oder sogenanntes MCT-Öl (Medium Chain Triglycerides, deutsch: mittelkettige Fettsäuren). Fette sind wichtig für unsere Zellmembranen. Auch die Darmwand profitiert von guten Fetten.

 

5. Fermentierte Lebensmittel

 

Wann haben Sie das letzte Mal Sauerkraut gegessen? Fermentierte Lebensmittel sind ein

 

probiotisches Geschenk der Natur. Sie enthalten sehr viele Bakterienkulturen, die die Darm flora positiv unterstützen und auch ein gestörtes Milieu wieder ins Gleichgewicht bringen können. Quellen sind: Rohes Sauerkraut, Kimchi (koreanische Äquivalent zu Sauerkraut),

 

Kombucha (fermentierter Tee), saure Gurken, Wasser- oder Milchkefir.

 

6. Änderung des »Lifestyles«

 

Ändern Sie Ihren persönlichen Lebensstil! Neben dem Augenmerk auf die oben genannten

 

Ernährungstipps, können auch andere Bereiche einen positiven Einfluss aufs Mikrobiom

 

haben.

 

Mehr Bewegung: Bewegung aktiviert die Darmaktivität. Gehen Sie Laufen, stehen Sie bei der Arbeit ab und zu auf, machen Sie Krafttraining etc. Je mehr Sie sich bewegen, umso besser ist es für Ihre (Darm-)Gesundheit.

 

Entspannung: Dauerstress schlägt auf den Magen und zwangsläufig auch auf den Darm. Erlernen Sie eine Entspannungsmethode. Vermeiden Sie stressige Zeiten. Versuchen Sie sich Kompetenzen anzueignen, damit Sie in Stresssituationen genügend eigenes Handwerkszeug (Ressourcen) zur Bewältigung haben.

 

Darüber hinaus sollten Sie für einen guten und ausreichenden Schlaf sorgen, sowie das Rauchen und den Alkoholkonsum minimieren. Dann haben Sie die besten Chancen auf einen gesunden Darm und ein gut aufgestelltes Immunsystem.

 

Eine Darmsanierung können Sie selbstverständlich auch schon fertig im Handel oder online bestel­len. Wenn Sie dafür sehr viel Geld ausgeben möchten, können Sie darauf gerne zurückgreifen. Aus unserer Sicht können Sie Ihrer Darmflora mit den oben genannten Tipps auch erst einmal unter die Arme greifen. Einige Bakterienstämme können Sie sich auch als Nahrungsergänzungsmittel bestel­len. Dies sollte aber eher das letzte Mittel sein.

 

Bei gravierenden Problemen und Störungen ist Ihr Hausarzt die erste Anlaufstelle.

 

Zu einer besseren Entspannung und zu mehr Bewegung können Ihnen auch qualifizierte Gesund­heitsförderungskurse verhelfen. Die Kosten werden Ihnen unter bestimmten Voraussetzungen teil­weise oder sogar komplett von den Krankenkassen erstattet.

 

Die atlas BKK ahlmann unterstützt Sie gerne bei dem Vorhaben sich aktiv zu bewegen, gesund zu ernähren oder Ihren Stress zu reduzieren. Haben Sie schon einmal über eine Teilnahme an einem Gesundheitsförderungskurs nachgedacht?

 

 

 

 

 

Sie können pro Jahr an zwei Kursen aus den Handlungsfeldern Bewegungsgewohnheiten, Ernährung und Stressreduktion teilnehmen. Bei erfolgreicher Teilnahme erstatten wir Ihnen die Kurskosten zu 100 Prozent bis zu einem Maximalbetrag von 150 Euro pro Kurs.

 

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website: www.atlasbkkahlmann.de/praevention

 

 

 

Darmkrebsvorsorge

 

In Deutschland erkranken jedes Jahr 60.000 Patienten neu an Darmkrebs. Darmkrebs gehört damit zu den häufigsten Tumorerkrankungen. Im Frühstadium ist heute bei 90 Prozent der Patienten eine Heilung möglich. Häufig wird Darmkrebs aber erst spät erkannt, weil er zunächst kaum Beschwerden verursacht. Die Darmkrebsvorsorge bietet eine gute Chance, Darmkrebs im Frühstadium zu erken­nen, und somit die Heilungschancen deutlich zu erhöhen. Männern wird es deshalb ab 50, Frauen ab 55 Jahren empfohlen, eine Darmspiegelung zu machen. Sie ist noch zuverlässiger als der Stuhltest, Krebsvorstufen können sofort entfernt werden. Bei unauffälligem Befund muss sie erst nach 10 Jah­ren wiederholt werden. Wer keine Darmspiegelung möchte, kann jährlich (zwischen 50 und 54) bzw. alle 2 Jahre (ab 55) einen Stuhltest durchführen. Sie können sich in der Arztpraxis Ihres Hausarztes über die Möglichkeiten der Darmkrebsfrüherkennung eingehend informieren und beraten lassen. Zu­dem informieren Sie Ihre Krankenkassen per Mailing über die Möglichkeit der Darmkrebsfrüherken­nung, wenn Sie das entsprechende Lebensalter erreicht haben.

 

Fazit: Achten Sie selbst auf Ihre Darmgesundheit, sorgen Sie für eine gesunde Darmflora! Damit ha­ben Sie schon viel für Ihr Immunsystem und somit für Ihre Gesundheit getan.

 

Weblinks:

 

www.rki.de

 

www.bzga.de

 

www.atlasbkkahlmann.de

 

Haben Sie Fragen zu Ernährung, Bewegung oder Entspannung? Sprechen Sie gerne Ihren Ansprech­partner der atlas BKK ahlmann, Herrn Marvin Mielke, für Bremen und Niedersachsen

 

(marvin.mielke@abkka.de, 0421 43551-14) an.

 

Wichtig: Das Informationsangebot der atlas BKK ahlmann dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Es können grundsätzlich keine Ferndiagnosen und Therapievorschläge für den Einzelfall gestellt werden. Die bereit gestellten Informationen und Inhalte dienen der allgemeinen unverbindlichen Unterstützung des Ratsuchenden. Die Auskünfte der jeweiligen Exper­ten ersetzen nicht den Arztbesuch, sie können aber den Dialog zwischen Patient und Arzt sinnvoll ergänzen und unter­stützen.

 

Die atlas BKK ahlmann leistet keinerlei Beratung, Empfehlung oder Aufforderung im Hinblick auf den Kauf und/oder die Anwendung von Medikamenten, sonstigen Gesundheitsprodukten, Diagnose- oder Therapieverfahren. Weiterhin warnen wir vor Selbstmedikation. Die von der atlas BKK ahlmann zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur

 

Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer eigenständigen Auswahl und Anwendung bzw. Veränderung oder Absetzung von Medikamenten, sonstigen Gesundheitsprodukten oder Heilungsverfahren verwendet werden.

 

Bitte fragen Sie hierzu immer Ihren Arzt oder Apotheker!