Punkteteilung in Hildesheim

Gerechtfertigtes 1:1 bei den Domstädtern.

Nach den so erfolgreichen Hamburger Wochen ging es für die Rot-Weißen zum Tabellensechszenten aus Hildesheim. So richtig ins Spiel ist der TSV allerdings in der ersten Halbzeit noch nicht gekommen. Gegen die aufmerksame Mannschaft von Trainer Thomas Siegel war es, anders als noch gegen die Reserve des Hamburger SV und St. Pauli, heute ihre Aufgabe das Spiel zu gestalten und aufzubauen. Die Domstädter ließen den TSV bis kurz vor der Mittellinie spielen, attackierten dann jedoch konsequent und zwangen die Benbennek-Elf dazu, meist in Person von Niklas Tasky, lange Bälle zu spielen. Diese waren aber oft zu unpräzise und fanden keinen Havelser Abnehmer. So gelang dem VfV nach zehn Minuten mit ihrer zweiten richtigen Torchance des Spiels durch Hot die 1:0-Führung. Dieser fing nach einer Ecke zum Elfmeterpunkt die zu kurzgeratene Kopfballabwehr der Rot-Weißen ab und konnte mit einem strammen Schuss aus der Drehung in die untere, rechte Torwartecke einschießen. Nach dem Gegentor passierte neben einigen Standards nicht viel. Erst ab der 30. Minute fand der TSV besser ins Spiel und hatte mit der Volleyabnahme von Daniel-Kofi Kyereh aus fünf Metern an den Pfosten seine beste Torchance in Durchgang eins.

Nach der Halbzeit waren die Havelser Jungs in der Pflicht, leistungstechnisch einige Schippen draufzulegen und das Spiel noch mehr selbst in die Hand zu nehmen, was sie dann auch taten.  Trainer Benbennek reagierte und brachte mit Andrea Rizzo und Julius Langfeld für Maurice Maletzki und Yannik Jaeschke zwei frische Offensivkräfte, deren Einwechselung sich gleich in guten Aktionen widerspiegelte. Bereits in der 60. Spielminute belohnte sich der TSV für seine Arbeit: Nach einem Eckball konnte Hildesheim-Keeper Nils Zumbeel einen harten Kopfball von Jonas Sonnenberg nicht festhalten, sodass Kapitän Tobias Holm zum 1:1-Ausgleich aus gut vier Metern abstauben konnte. Nach dem Ausgleich war die Partie dann ein offener Schlagabtausch. Die Havelser versuchten weiter, sich mit Anspielen über die Kette vor das Tor der Hildesheimer zu kombinieren, während der Gastgeber wiederum einige Male mit langen Bällen aus der eigenen Abwehr gefährlich werden konnten. Letztendlich gelang es aber keinem der beiden Teams, trotz einiger kleiner Chancen, die Partie für sich zu entscheiden und den Lucky Punch für die eigenen drei Punkte zu setzten.

Der TSV reiste nun mit starken zehn Punkten aus den letzten vier Spielen nach Hause zurück und bereitet sich in den nächsten Tagen auf das Saisonhighlight, nämlich das Derby gegen die U23 von Hannover 96 am kommenden Sonntag (22.04.) vor. Hierzu findet am selben Tag schon ab 12 Uhr der Familientag unter dem Motto „Spiel & Spaß“ mit großem Rahmenprogramm im und rund um das Wilhelm-Langrehr-Stadion statt.