TSV Havelse verliert unglücklich in Meppen

Auswärtsniederlage im Emsland

Im ausverkauften Stadion sahen die Zuschauer einen mutigen und vor allem einen engagierten Gast aus Havelse. Der TSV besaß mehrere hochkarätige Chancen und konnte mit einem guten Kombinationsfußball überzeugen. Auch waren die Grundtugenden wie Kampf, Leidenschaft und die Hingabe, welche nicht nur im Abstiegskampf gefragt sind, deutlich erkennbar und spürbar. Letztendlich fehlte nur das Quäntchen Glück und die Genauigkeit im Abschluss. So hatte Fynn Lakenmacher bereits in der 3. Spielminute die erste nennenswerte Aktion. Ein hoch geschlagener Ball wurde von Julius Langfeld am Strafraum der Meppener in den Lauf von Lakenmacher verlängert. Dieser schloss direkt ab, konnte jedoch keinen richtigen Druck hinter den Ball bringen, wodurch Torhüter Eric Domaschke leichtes Spiel hatte. Bereits in den ersten Minuten konnte man die Aggressivität und die Zielstrebigkeit erkennen. Aufgrund der gut herausgespielten offensiven Aktionen häuften sich auch die Torchancen. In der 7. Spielminute rutschte eine Ecke von Kianz Froese durch den Strafraum und landete beim freistehenden Oliver Daedlow. Daedlow nahm den Ball aus der zentralen Position mit der Innenseite direkt und prüfte den Torhüter der Emsländer. Dabei konnte sich der Meppener Torhüter erneut beweisen und wehrte den Ball zur Seite ab. Trotz der sehr guten Anfangsphase der Havelser hatte auch der SV Meppen in der 23. Spielminute eine Großchance durch Hemlein. Eine Hereingabe von der rechten Seite landete auf dessen Kopf. Der Ball ging knapp am linken Torpfosten vorbei. In der 41. Spielminute, kurz vor der Halbzeit, hatte Serhat Korkut eine weitere Chance. Torhüter Norman Quindt hatte dabei jedoch keine große Mühe, da der Ball über das Tor befördert wurde.

 

Nach der Halbzeit kamen die Havelser hoch motiviert aus der Kabine. Langfeld setzte sich in der 47. Minute souverän im Strafraum durch und schoss den Ball aus spitzem Winkel, an den linken Pfosten. Von dort sprang der Ball wieder zurück ins Spiel. Florian Riedel kam zum Abschluss und dessen Nachschuss verfehlte das Tor nur knapp. Auch so in der 51. Spielminute: Kianz Froese steckte einen Ball in die Spitze auf Lakenmacher durch, dieser nahm den Ball entschlossen mit, steuerte zielgerichtet auf das Tor des SV Meppen und verzog dabei leider. Wie bereits in den vorherigen Abschlüssen fehlte auch hier, ein weiteres Mal, die Präzision. Der TSV hatte in Person von Julius Düker in der 59. Minute einen weiteren Torabschluss. Lakenmacher konnte sich gegen drei Meppener zentral, vor dem Strafraum behaupten und legte quer auf Düker. Der Stürmer nahm den Ball kurz mit, legte den Ball auf seinen schwächeren rechten Fuß und zog aus ca. 16 Meter ab. Torhüter Domaschke konnte sich ein weiteres Mal auszeichnen und lenkte den Ball ins Toraus. Die Havelser erspielten sich weiterhin gute Torchancen heraus und waren bemüht, in Führung zu gehen. Sieben Minuten später erreichte eine von der linken Seite scharf getretene Flanke den einlaufenden Froese, doch auch hier fehlten am Ende wieder wenige Zentimeter.

In der 75. Spielminute wurde die Havelser Mannschaft für ihre Ungenauigkeit im Abschluss hart bestraft. Der vorher eingewechselte René Guder brachte den Ball in die Mitte, wo Lukas Krüger am höchsten sprang und den Ball in die Maschen köpfte. Im Anschluss warf die Mannschaft von Rüdiger Ziehl alles nach vorne und versuchte sich gegen die drohende Niederlage zu wehren. Doch gegen eine tiefstehende und abgeklärte Mannschaft der Meppener konnte keine nennenswerte Chance mehr herausgespielt werden, wodurch die Partie am Ende mit 1:0 verloren ging.

 

Die Havelser erspielten sich insgesamt viele gute Möglichkeiten, konnten diese aber trotz großer Überlegenheit nicht in Tore umwandeln. Für das kommende Heimspiel gegen Borussia Dortmund II gilt es nun die positiven Eindrücke mitzunehmen.